Dolomiten 2015

Das Vorhaben umfasste eine Woche Motorradfahren in den Dolomiten. Dazu sind Axel und ich am Samstag schon um 2:00 aus Oberhausen losgefahren. Es ging die A3 hinunter, bei Insbruck dann über den Fernpass zur Brennerautobahn bis zur Ausfahrt Bozen Nord. Von da waren es lediglich einige Kilometer bis nach Steinegg. Mit erschrecken haben wir festgestellt, dass die Straße hinauf nach Steinegg aufgefrässt war und erneuert wurde. Für die Motorräder war das aber kein Problem, wie sich später herausstellen sollte.

Am Sonntag wollten wir eine erste Tour zum Kennenlernen der Dolomiten machen. Sie führte von Steinegg aus zurück nach Bozen – die 15 Serpentinen hinunter ins Tal. Wir haben leider den Einstieg in die Tour kurz vor Bozen verpasst und sind in Bozen gelandet. Da wir nicht durch die Stadt fahren wollten, sind wir kurzerhand zurückgefahren und sind die Tour umgekehrt gefahren. Es ging nach Karneid. Von dort durch das Eggental über das Lavazèjoch Richtung Verena. Den Lugano Pass hinauf und weiter über Auer, Kaltern über den Mendelpass – weiter über den Gampenpass nach Meran. Der Rückweg nach Steinegg erfolgte über kleine Nebenstraßen Richtung Bozen und dann die 15 Serpentinen hinauf bis Steinegg.

Montag haben wir die erste richtige Tour gemacht. Wir haben unzählige Pässe befahren. Die Tour war mit 300km recht sportlich – gerade weil wir viele Nebenstraßen und Wegen benutzt haben, die sehr kurvig und extrem unübersichtlich waren.

Dienstag bin ich alleine gefahren. Ich bin über den Karrerpass Richtung Passo de San Pellegrino gefahren. Es ging über den Passo Valles zum Passo Rolle. Dort die Serpentinen hinunter bis Sinor. Meine XT wollte etwas Sprit haben und ich habe für 10€ den Tankautomaten in Anspruch genommen. Danach war es Zeit für eine ordentliche Brotzeit in einer kleinen entlegenen Hütte. Es ging den Passo Cereda hinauf Richtung Norden bis Agordo. Der Rückweg erfolgte Richtung Westen nach Moena vom Karrerpass ging es über den Nigerpass zurück nach Blumenau. Da die Straße von dort nach Steinegg frisch geteert war, bin ich über Karneid und Grummer zurück nach Steinbegg rein gefahren.

Mittwoch sind wir erneut zum Passo Rolle gefahren. Die Anfahrt erfolgte wie am Vortag. Es ging dann allerdings in Tonadico über den Passo Gobbera und Brocon zum Manghen Pass. Das war mein absolutes Highlight. Die Straße war so schmal, dass kaum ein Auto sie passieren konnte. Dafür gab es Kühe, die wild die Straßen passiert haben. Der Ausblick war grandios und die Abfahrt durch den Wald in Richtung Norden wunderschön. Die Strecke war relativ gut einzusehen und die Straße war zwar eng, aber in optimalem Zustand. Das kombiniert mit sehr wenig Verkehr war ein Traum für jeden, der gerne Motorrad fährt. Danach ging es direkt über das Lavazèjoch zurück nach Steinegg

Am Donnerstag haben wir einige Pässe abgefahren, die sehr touristisch geprägt waren. Es waren viele Radfahrer unterwegs und die Straßen waren ganz gut. Im Vergleich zu den Straßen der letzten Tage waren diese allerdings recht gut befahren. Daher ist man auf deutlich mehr Menschen gestoßen, auch Radfahrer, Sportwagen und Wanderer. Es war daher etwas anders, als die Tage zuvor. Abends bin ich in Steinegg eine Runde joggen gegangen und habe dabei gelernt, was Höhenmeter bedeuten … eine relativ kleine Runde hat mich dort an meine Grenzen gebracht, wenngleich die Aussicht und das Panorama traumhaft waren.

Der Freitag war der letzte Tag, an dem gefahren werden konnte. Daher haben wir eine kleine Abschlusstour gemacht. Einmal noch den Passo Peligrino, den Karapass und den Nigerpass fahren. Eine schöne Tour, bevor das Wetter schlechter wurde und es zu regnen anfing. Abends haben wir die Motorräder verladen, dass wir am Samstag zeitig abreisen konnten.

Der Samstag war ein sehr heißer Tag. Wir sind direkt nach dem Frühstück zur Rückfahrt aufgebrochen. Der Rückweg gestaltete sich ähnlich, wie die Hinfahrt. Leider gab es einiges an Stau und viel Verkehr. Aber regelmäßige Pausen haben uns die Reise erleichtert. Nachmittags waren wir zurück im Ruhrgebiet und konnten die Motorräder abladen und ankommen.

Die Dolomiten sind ein wunderbarer Ort, um Motorrad zu fahren. Die Straßen sind einzigartig und man kann gar nicht genug von den vielen Kurven bekommen. Ich hoffe, ich kann bald erneut in die Alpen aufbrechen.

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